Hinweise für Mannschaftsführer

Merkblatt für Mannschaftsführerinnen / Mannschaftsführer (auf der Grundlage des Tennisverband Mittelrheins)

Dieses Merkblatt soll Ihnen während der jeweiligen Spielsaison helfen, wichtige Dinge nicht zu vergessen, sich mit den wichtigsten Bestimmungen der Wettspielordnung des Tennisverbandes Mittelrhein noch einmal vertraut zu machen, so dass es zu möglichtst wenigen Diskussionen während der Wettspiele kommt.

Termine:

Wenn Sie Anfang März die neuen Termine erhalten haben, sollten Sie sofort allen Spielern eine Terminübersicht geben und abfragen, ob Termine nicht wahrgenommen werden können. Sollte es aus wichtigen Gründen einmal notwendig sein, ein Spiel zu verschieben, so ist dies nur im Einverständnis mit dem Gegner und Zustimmung des zuständigen Wettspielleiters (siehe TVM-Jahrbuch) zu einem früheren Zeitpunkt möglich – ein Verschieben nach hinten geht nicht.

Ressourcen bei BW Hand:
  • Bälle: die Heimmannschaft muss pro Einzel 3 neue Bälle der geforderten Ballmarke stellen; im Doppel werden die Bälle der Einzel benutzt. Die Bälle muss jeder Mannschaftsführer vor der Saison besorgen - entweder selbst oder an der Sammelbestellung des Vereins teilnehmen.
  • Spielberichtsbögen: sind im Vereinsbüro erhältlich, Spielberichtsbögen befinden sich auch auf dem Kasten gegenüber dem Eingang zu Platz 1 der Halle.
  • TVM-Jahrbuch: liegt ebenfalls dort bzw. im Treffpunkt Hand. Im TVM-Jahrbuch ist auch die aktuelle Wettspielordnung abgedruckt.
  • Bitte umbedingt zum Spiel antreten und die Ergebnisse rechtzeitig online eintragen. Zuwiderhandlungen werden vom TVM mit Geldstrafen belegt, die an die Mannschaftsführer weiterbelastet werden.
  • Bei Spielverlegungen immer die Verfügbarkeit der Plätze abklären, entweder mit der Sportwartin (Heidie von Hardenberg) oder dem Abteilungsleiter (Christian Bach) (Kontaktdaten siehe hier).
  • Spielabbrüche wg. Unbespielbarkeit der Plätze bitte mit Angabe der Spielnummer und dem neuen Termin an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.
  • Grundlage für alle Regeln ist die aktuelle Wettspielordnung des TVMs (im Jahrbuch oder per Internet einsehbar: Link hier.)

 

 
Heimspiele  Auswärtsspiele 

Vor dem Spieltag

  • Spieltermine prüfen
  • Mannschaftsspieler einladen
  • Platzbelegung /-zuteilung prüfen; ggf. Einzelstützen zurecht legen
  • evtl. auf Ausweispflicht hinweisen
  • Verfügbarkeit der Bälle (Ballmarke!) / Spielberichtsbogen, der Mannschaftsmeldungen und evtl. auf Ausweispflicht hinweisen
  • Wettspielordnung (Jahrbuch) für den Spieltag muss vorliegen (s.o.). Elektronisch, bspw. per Smartphone, reicht. (Link: hier)
  • Evtl. auf Hallenschuhe aufmerksam machen, wenn Halle kostenfrei gestellt werden soll
  • Uhrzeit für das Eintreffen auf der Anlage klären
  • Nicht antreten?: Eine Mannschaft tritt nicht an, wenn nicht mindestens 4 (bei 6er) bzw. 2 (bei 4er) Spieler spielen. Bei Nichtantritt ist der TVM (auch per Mail möglich Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) und der Gegner schriftlich vorab zu informieren. Telefonisch reicht nicht. Sollte der absagende Gegner Euch nicht schriftlich absagen, sicherheitshalber eine Mail senden an den TVM! und den Sportwart. Nichtantritt kostet 100,00 EUR Strafe, beim 2. Mal bedeutet es Zwangsabstieg.
  • Im Winter: ggf. Gegner auf profillose Hallenschuhe hinweisen.

Am Spieltag

  • Auch bei Regen zum Termin erscheinen
  • Im Winter: auf profillose Hallenschuhe des Gegners achten. Ansonsten: keine Spielberechtigung!
  • Spielbericht vorbereiten
  • Oberschiedsrichter (OSR) festlegen (siehe unten), Mannschaftsführer und OSR im Spielbericht festhalten (Druckbuchstaben unter Unterschriftsfeld). Achtung: Geldstrafe des TVMs droht, sofern nicht vorab der OSR festgelegt ist!
  • Einzel aufstellen und dem OSR übergeben
  • Einzel in Abstimmung mit dem OSR in den Spielbericht eintragen
  • ggf. Spiel abbrechen, wenn keine Hallenzeit mehr vorhanden.

Bei Spielabbruch:

  • Ersatztermin vereinbaren (längstens drei Wochen nach dem ursprünglichen Termin)
  • Platzverfügbarkeit für Ausweichtermin prüfen
  • Sportwart / Jugendwart über die Verlegung informieren
  • Spielbericht ausfüllen, mit neuem Termin und Zwischenergebnissen im Portal eintragen

Doppel spätestens 15 Minuten nach Beendigung des letzten Einzels beginnen

– denken Sie an nachfolgende Mannschaften und andere Clubmitglieder, die vielleicht noch spielen wollen und auf einen freien Platz warten!

Spielbericht fertig stellen und unterschreiben – ebenfalls Gast und Oberschiedsrichter

Spielbericht Spielergebnis selbst online eingeben (bis zum 1. Werktag nach Spiel). Die Eingabe muss dabei dem geschriebenem Bericht entsprechen! Keine weiteren Anmerkungen erfassen.

Spielergebnis für Oberligen (ausgenommen ab AK 40) sowie für alle Verbandsligen der Damen und Herren bis zum Montag Morgen 10:00 Uhr online eingeben

 

Vor dem Spieltag 

  • Spieltermine prüfen
  • Mannschaftsspieler einladen
  • Anschrift des Gegners ermitteln, Fahrweg prüfen und benötigte Zeit schätzen (Sicherheitsreserve!! – besser zu früh als zu spät)
  • Telefonnummer der Platzanlage notieren
  • Treffpunkt und Uhrzeit für die Abfahrt klären
  • abklären Hallenschuhe mitnehmen (ab Verbandsliga aufwärts Pflicht)
  • Nicht antreten?: Eine Mannschaft tritt nicht an, wenn nicht mindestens 4 (bei 6er) bzw. 2 (bei 4er) Spieler spielen. Bei Nichtantritt ist der TVM (auch per Mail möglich Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) und der Gegner schriftlich vorab zu informieren. Telefonisch reicht nicht. Sollte der absagende Gegner Euch nicht schriftlich absagen, sicherheitshalber eine Mail senden an den TVM! und den Sportwart. Nichtantritt kostet 100,00 EUR Strafe, beim 2. Mal bedeutet es Zwangsabstieg.

Am Spieltag

  • Auch bei Regen beim Gegner erscheinen
  • Oberschiedsrichter mit Gegner abstimmen
  • Einzel aufstellen und dem Oberschiedsrichter übergeben
  • Einzel in Abstimmung mit dem OSR in den Spielbericht eintragen

Bei Spielabbruch:

  • Ersatztermin vereinbaren (längstens drei Wochen nach dem ursprünglichen Termin)
  • Sportwart / Jugendwart über die Verlegung informieren

Doppel spätestens 15 Minuten nach Beendigung des letzten Einzels beginnen

– denken Sie an andere Clubmitglieder, die vielleicht noch spielen wollen und auf einen freien Platz warten!

Spielbericht als Gast unterschreiben – Kopie mitnehmen und aufbewahren

Hinweis: Es ist möglich auf die Austragung der Doppel zu verzichten, wenn der Sieger der Begegnung nach den Einzeln bereits feststeht (siehe hierzu § 29 (4) der TVM-Wettspielordnung)

KEINE DOPPEL MIT GESPIELTEN ERGEBNISSEN EINTRAGEN, WENN SIE AUF DIE AUSTRAGUNG VERZICHTET HABEN !!!

 
Bestimmen eines Oberschiedsrichters:

Es sollte eine fachkundige Person des gastgebenden Vereins sein, die während des gesamten Sieles anwesend ist und nicht am Wettspiel der Mannschaft teilnimmt. Nur dann, wenn ein Oberschiedsrichter des gastgebenden Vereins zum Beginn des Wettspiels nicht anwesend ist, übernimmt der Mannschaftsführer des Gastes die Aufgabe des Oberschiedsrichters. Dies ist aber vor Spielbeginn zu klären.

Hinweis: Sollte kein Oberschiedsrichter benannt sein und kommt es zu einem Streitfall, verliert der gastgebende Verein das Wettspiel mit 0:9 (0:6)!

Die Aufgaben des Oberschiedsrichters sind i.W.

Vor dem Spiel:

  • Plätze überprüfen
  • Ist eine der Mannschaft nicht vollzählig, Spieler aufrücken lassen (Verspätung bis zu 30 Minuten beim Einzel möglich – Verspätung im Spielbericht eintragen)
  • Bei der Abgabe der Mannschaftsaufstellung darauf achten, dass alle eingetragenen Spieler offensichtlich spielfähig sind
  • Mannschaftsaufstellung anhand der offiziellen Mannschaftsmeldung prüfen und evtl. zur Korrektur auffordern
  • Eintragung im Spielbericht vornehmen
  • Abklären in welcher Reihenfolge gespielt wird (2-4-6-1-3-5 oder andere)
  • wer spielt auf welchem Platz?

Hinweis: Diese Überprüfungen und Vereinbarungen haben nichts mit einem Misstrauen gegenüber den Mannschaften zu tun, sondern sie helfen, evtl. fehlerhafte Aufstellungen (und damit Punktverluste) zu vermeiden.

Während des Spiels:

  • Spielunterbrechungen anordnen bei Wetter- bzw. Lichtverhältnissen
  • Bei Licht- und Wetterverhältnissen evtl. Verlegung in die Halle anordnen (ab Verbandsliga aufwärts), wenn der Gastgeber mindestens 2 Hallenplätze kostenfrei zur Verfügung stellt
  • Wenn keine Halle verfügbar ist, Entscheidung über einen endgültigen Abbruch treffen und mit beiden Mannschaftsführern einen Ersatzspieltermin vereinbaren (dieser darf maximal drei Wochen nach dem Ursprungstermin liegen) und im Spielbericht festhalten
  • Bei Spielen nur eingreifen, wenn gegen die Tennisregeln verstoßen wird (Fingerspitzengefühl); der Oberschiedsrichter darf Tatsachenentscheidungen des Spielers ("Ball aus!") nicht korrigieren.
  • Bei unsportlichem Verhalten eines Spielers über weitere Maßnahmen entscheiden – über Ermahnung / Verwarnung bis zur Disqualifikation eines Spielers oder bis zum Abbruch des Spiels.
  • Unsportliches Verhalten ist auf jeden Fall auf dem Spielbericht zu notieren!
  • Auf unerlaubte Beratung achten – Beratung erlaubt nur durch einen Betreuer und / oder dem Mannschaftsführer auf dem Platz (nur in der Pause beim Seitenwechsel).
  • Bei unerlaubter Beratung erforderliche Maßnahmen (bis zur Disqualifikation des gecoachten Spielers) ergreifen.

Nach dem Spiel

  • Alle Ergebnisse eintragen
  • Nicht gespielte oder abgebrochene Spiele entsprechend kennzeichnen und im Spielbericht anmerken (unter Bemerkungen)
  • Wenn eine vorherige Begegnung noch nicht zu Ende gespielt wurde, hat die nachfolgende Begegnung Vorrang, wenn die Doppel noch nicht begonnen wurden.
  • Unregelmäßigkeiten aufschreiben;
  • Spielbericht unterschreiben, von beiden Mannschaftsführern unterschreiben lassen und dem Gastgeber zur weiteren Veranlassung übergeben

Hinweis: Die Wettspielordnung des Tennisverbandes Mittelrhein umfasst alle Regelungen für die Durchführung eines Wettspiels innerhalb des TVM. Sind Sachverhalte nicht aufgeführt, so gilt die Wettspielordnung des DTB. Neben diesen Regelungen existiert auch ein Bußgeldkatalog, in dem alle Strafen aufgeführt sind, die bei Verstößen gegen die Wettspielordnung zu verhängen sind. Darüber hinaus können auch Spieler / Betreuer wegen unsportlichen Verhaltens bestraft werden (Disziplinarmaßnahmen) – von der Verwarnung über eine Spielsperre bis hin zu Geldbußen. Bleiben Sie fair und sportlich!

Empfehlungen für das Spiel ohne Schiedsrichter

Alle Spieler haben die folgenden Grundsätze zu beachten, wenn sie ein Match ohne Stuhlschiedsrichter bestreiten:

Jeder Spieler ist für Tatsachenentscheidungen auf seiner Seite zuständig. Alle »Aus«- oder »Fehler«-Rufe müssen unmittelbar, nachdem der Ball aufgesprungen ist, erfolgen und zwar so laut, dass der Gegner es hören kann. Im Zweifelsfall muss der Spieler zugunsten seines Gegners entscheiden. Ruft ein Spieler irrtümlich einen Ball »aus« und bemerkt dann, dass der Ball gut war, wird der Punkt wiederholt. Hat es sich um einen Schlag zum Punktgewinn gehandelt, erhält automatisch der Gegner den Punkt. Im Wiederholungsfall, dass ein Spieler schon vorher während des Matches einen Ball irrtümlich »aus« gerufen hat, erhält der Gegner automatisch den Punkt. Der Aufschläger soll vor jedem ersten Aufschlag den Punktestand deutlich hörbar für seinen Gegner ansagen.

Ist ein Spieler mit dem Verhalten oder den Entscheidungen seines Gegners nicht einverstanden, ruft er den Oberschiedsrichter (oder Assistenten).

Für Spiele auf Ascheplätzen gelten die nachfolgenden zusätzlichen Verfahrensweisen, die alle Spieler befolgen sollten:

  • Der Ballabdruck kann nach dem Schlag zum Punktgewinn oder, wenn das Spiel unterbrochen ist, kontrolliert werden (ein Reflex-Rückschlag ist erlaubt).
  • Zweifelt ein Spieler die Entscheidung seines Gegners an, darf er ihn bitten, ihm den Ballabdruck zu zeigen. Um den Ballabdruck anzuschauen, darf er die Spielhälfte des Gegners betreten.
  • Verwischt ein Spieler den Ballabdruck, erhält sein Gegner den Punkt.
  • Gibt es Meinungsverschiedenheiten über den Ballabdruck, kann der Oberschiedsrichter (oder Assistent) gerufen werden. Dieser trifft eine endgültige Entscheidung.
  • Ruft der Spieler fälschlicherweise einen Ball »aus« und stellt dann fest, dass der Ball gut war, verliert er den Punkt.
  • Spieler, die diese Verfahrensweisen nicht fair einhalten, werden wegen Behinderung oder unsportlichen Verhaltens nach dem Verhaltenskodex bestraft.

Alle Fragen zu diesen Verfahrensweisen sollten dem Supervisor/Oberschiedsrichter gestellt werden.

RICHTLINIEN FÜR OBERSCHIEDSRICHTER

Beim Spiel ohne Schiedsrichter können einige Probleme auftreten durch unterschiedliche Meinungen der Spieler über Tatsachenentscheidungen oder Regelauslegungen. Daher ist es sehr wichtig, dass der Oberschiedsrichter (und die Assistenten) so häufig wie möglich von Platz zu Platz geht. Die Spieler schätzen es, beim Auftreten von Problemen einen Offiziellen schnell zu Rate ziehen zu können. Oberschiedsrichter (oder Assistenten) sollten sich an die nachfolgenden Richtlinien halten, um derartige Situationen zu bewältigen:
Linienball (gilt für Spiele, die nicht auf Asche ausgetragen werden)
Wird der Oberschiedsrichter (oder Assistent), der das Spiel nicht selbst beobachtet hat, wegen einer Linienballentscheidung zum Platz gerufen, sollte er den Spieler, der die Entscheidung auf seiner Seite getroffen hat, fragen, ob er seiner Entscheidung sicher ist. Bestätigt der Spieler dies, ist der Punkt damit entschieden.
Wenn es als sinnvoll erscheint, das Spiel von einem Schiedsrichter weiterführen zu lassen, hat der Oberschiedsrichter zu versuchen, einen Stuhlschiedsrichter zu finden, der alle Aufgaben übernimmt und für die Linienentscheidungen zuständig ist. Ist dies nicht möglich (z. B. steht kein erfahrener Stuhlschiedsrichter zur Verfügung oder kein Schiedsrichterstuhl), hat der Oberschiedsrichter (oder Assistent) die Möglichkeit, auf dem Platz zu bleiben, um den Fortgang des Spieles zu beobachten. Er sollte dann die Spieler darauf hinweisen, dass er alle offensichtlich verkehrten Entscheidungen der Spieler korrigieren wird. Ist der Oberschiedsrichter (oder Assistent) nicht auf dem Platz, aber sieht zufällig, wie ein Spieler eine eklatant verkehrte Entscheidung trifft, kann er auf das Spielfeld gehen und dem Spieler mitteilen, dass die falsche Entscheidung eine unabsichtliche Behinderung gegenüber seinem Gegner war, und dass der Punkt zu wiederholen ist.
Der Oberschiedsrichter (oder Assistent) muss dem betroffenen Spieler auch mitteilen, dass jede weitere offensichtlich verkehrte Entscheidung als absichtliche Behinderung angesehen werden könnte und dass in diesem Fall der Spieler den Punkt verlieren würde. Zusätzlich kann der Oberschiedsrichter (oder Assistent) eine Kodex-Verletzung wegen unsportlichen Verhaltens aussprechen, wenn er sich sicher ist, dass der Spieler offensichtlich eine verkehrte Entscheidung trifft.
Oberschiedsrichter (und Assistenten) sollen stets darauf achten, sich nur in Spiele einzumischen, wenn es gewünscht oder nötig ist und auch die Behinderungs-Regel nur auf knappe Bälle anwenden, die fälschlicherweise »aus« gerufen wurden.
Bevor der Oberschiedsrichter auf Behinderung entscheidet, muss er absolut sicher sein, dass eine absolut falsche Entscheidung vorliegt.
Ballabdruck (gilt nur für Asche-Plätze)
Wird der Oberschiedsrichter (oder Assistent) auf den Platz gerufen, um einen Streit über einen Ballabdruck zu schlichten, sollte er zunächst herausfinden, ob die Spieler sich über den Ballabdruck einig sind. Sind sich die Spieler zwar einig, um welchen Abdruck es sich handelt, aber interpretieren diesen unterschiedlich, entscheidet der Oberschiedsrichter (oder Assistent) endgültig, ob der Ball gut war oder nicht. Sind sich die Spieler nicht einig, um welchen Abdruck es sich handelt, sollte der Oberschiedsrichter (oder Assistent) die Spieler fragen, was für ein Schlag gespielt wurde und in welche Richtung der Ball geschlagen wurde. Dies hilft ihm möglicherweise, den richtigen Ballabdruck festzustellen. Falls diese Informationen nicht hilfreich sind, gilt die Entscheidung des Spielers, auf dessen Hälfte sich der Abdruck befindet.
Spielstand-Diskussion
Wird der Oberschiedsrichter (oder Assistent) auf den Platz gerufen, um einen Streit über den Spielstand zu schlichten, sollte er zusammen mit den Spielern die relevanten Punkte oder Spiele nachvollziehen, über welche sie sich einig sind. Alle Punkte oder Spiele, über die sich die Spieler einig sind, bleiben bestehen und nur jene, die strittig sind, werden wiederholt.
Zum Beispiel:
Ein Spieler behauptet, der Spielstand sei 40:30, sein Gegner behauptet aber 30:40. Der Oberschiedsrichter bespricht die gespielten Punkte mit den Spielern und stellt fest, dass nur über den ersten gewonnenen Punkt in diesem Spiel Uneinigkeit besteht. Die richtige Entscheidung ist demnach, das Spiel bei 30:30 fortzusetzen, da beide darin übereinstimmen, jeweils zwei Punkte in diesem Spiel gewonnen zu haben. Wenn ein Spiel zur Diskussion steht, wird genauso verfahren.
Zum Beispiel:
Ein Spieler behauptet, er führe 6:5; sein Gegner widerspricht ihm und behauptet, er führe 6:5. Nach Diskussion mit den Spielern kommt der Oberschiedsrichter zu dem Schluss, dass beide Spieler der Meinung sind, das erste Spiel gewonnen zu haben. Die richtige Entscheidung ist, den Satz beim Stand von 5:5 fortzusetzen, da beide Spieler übereinstimmen, dass jeder von ihnen 5 Spiele gewonnen hat. Derjenige Spieler, der im letzten Spiel Rückschläger war, ist im nächsten Spiel Aufschläger. Nach Lösung der Spielstand-Diskussion ist es für den Oberschiedsrichter (oder Assistenten) wichtig, die Spieler darauf hinzuweisen, dass der Aufschläger den Spielstand vor jedem ersten Aufschlag deutlich hörbar für seinen Gegner ansagt.

Andere Streitfragen

Es gibt einige weitere Schwierigkeiten und Probleme, die beim Spiel ohne Schiedsrichter nicht leicht zu handhaben sind. Wenn es Streit über Netzaufschläge, zweimaliges Aufspringen des Balles und regelwidrige Schläge gibt, sollte der Oberschiedsrichter (oder Assistent) versuchen, von den Spielern zu erfahren, was passiert ist und entweder die getroffene Entscheidung bestätigen oder den Punkt wiederholen lassen, je nachdem, was er für angemessen hält. Ist der Oberschiedsrichter (oder Assistent) direkt an oder auf dem Platz, hat die strittige Situation selbst beobachtet und ist sich absolut sicher, hat er das Recht, die Entscheidung entsprechend seiner zweifelsfreien Wahrnehmung zu
treffen.
Fußfehler können nur durch den Oberschiedsrichter (oder Assistenten) gegeben werden, nicht durch den Rückschläger. Um Fußfehler zu geben, muss der Offizielle jedoch während des Spieles auf dem Platz sein. Steht er außerhalb des Platzes, ist er nicht berechtigt, auf Fußfehler zu entscheiden. Coaching ebenso wie auch andere Verhaltenskodex-Verletzungen sowie Zeitüberschreitungen können nur vom Oberschiedsrichter (oder Assistenten) geahndet werden. Daher ist es äußerst wichtig, dass zusätzliche Offi zielle vor Ort sind, die das Verhalten von Spielern und Betreuern beobachten. Wenn eine Kodex-Verletzung oder Zeitüberschreitung gegeben wird, sollte der Oberschiedsrichter (oder Assistent) so schnell wie möglich nach dem Vergehen auf den Platz gehen und die Spieler kurz darüber informieren, dass eine Kodex-Verletzung oder Zeitüberschreitung gegeben worden ist. Dies muss geschehen, bevor um den nächsten Punkt weitergespielt wird. Spieler, die diese Vorgehensweisen nicht fair akzeptieren, können nach dem Verhaltenskodex wegen unsportlichen Verhaltens bestraft werden. Dies sollte aber nur in äußerst offensichtlichen Situationen geschehen.